Eine Stunde History - Deutschlandfunk Nova

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Jetzt mal der Reihe nach. Nach zehn Jahren Eine Stunde History sortieren wir uns neu und erzählen die europäische Geschichte in 100 Folgen vom Anfang bis Jetzt. Neue Folgen jeden Freitag.
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Episodens resumé

Dieser Podcast beleuchtet die historische Spaltung des Islam in Sunniten und Schiiten, deren Ursprung im Streit um die Nachfolge Mohammeds liegt. Anhand der Schlacht von Kerbela und Experteninterviews mit Tobi Mathiesen und Dr. Katharina Youn Amirpour werden die religiösen Unterschiede, die Entstehung der schiitischen Identität sowie die Rolle politischer Machtkämpfe und kolonialer Strukturen bei der Verfestigung konfessioneller Grenzen thematisiert. Zudem werden die historische Entwicklung der Kreuzzüge, die religiöse Praxis im Alltag und die theoretische Reformfähigkeit des schiitischen Rechts untersucht. Die Episode diskutiert abschließend die Möglichkeit moderner, geschlechtergerechter Interpretationen des Islam sowie die Gefahr der politischen Instrumentalisierung von Religion.

Kapitler

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Højdepunkter

Sein Tod war offenbar unerwartet und so war die Frage, wer ihm nachfolgt, nicht eindeutig geklärt. Und darin liegt auch der Kern des Problems.

00:02:21 · Der Historiker erklärt, dass die Unklarheit über Mohammeds Nachfolger den Ursprung des religiösen Konflikts darstellt.

Genau, das war der Moment, wo aus einer politischen Bewegung eine politisch-religiöse wird

00:19:12 · Der Sprecher beschreibt den entscheidenden Wendepunkt, an dem die politische Anhängerschaft Alis durch das Martyrium Husseins zu einer religiösen Identität wurde.

Naja, also der erste und vordergründigste Grund, der war sicher die Wiederherstellung des Zugangs zu den heiligen Städten in Jerusalem.

00:35:15 · Der Historiker Tobi Mathiesen erläutert die primäre Motivation hinter dem ersten Kreuzzug.

Die schiitische Theologie hat sehr, sehr viel an Progressivem dazu gesagt. Also gerade auch was, was Frauenrechte anbelangt.

00:45:16 · Die Expertin weist auf das theoretische Potenzial der schiitischen Rechtsfindung für moderne gesellschaftliche Werte hin.

Wenn die Menschen wollen, dass ihre Religion geschlechtergerecht oder queer-friendly interpretiert wird, dann ist das alles durchaus machbar.

00:49:46 · Die Professorin erklärt, dass religiöse Reformen und moderne Interpretationen in verschiedenen Glaubensrichtungen möglich sind.

Episoder

584-

ab 632 - Die Aufspaltung des Islam in Sunniten und Schiiten

Dieser Podcast beleuchtet die historische Spaltung des Islam in Sunniten und Schiiten, deren Ursprung im Streit um die Nachfolge Mohammeds liegt. Anhand der Schlacht von Kerbela und Experteninterviews mit Tobi Mathiesen und Dr. Katharina Youn Amirpour werden die religiösen Unterschiede, die Entstehung der schiitischen Identität sowie die Rolle politischer Machtkämpfe und kolonialer Strukturen bei der Verfestigung konfessioneller Grenzen thematisiert. Zudem werden die historische Entwicklung der Kreuzzüge, die religiöse Praxis im Alltag und die theoretische Reformfähigkeit des schiitischen Rechts untersucht. Die Episode diskutiert abschließend die Möglichkeit moderner, geschlechtergerechter Interpretationen des Islam sowie die Gefahr der politischen Instrumentalisierung von Religion.

25 sep. 2026
583-

Um 570 - Der Prophet Mohammed und die Verbreitung des Islam

Diese Episode beleuchtet die Anfänge des Islam, die Lebensgeschichte Mohammeds sowie seine religiöse Berufung vor dem Hintergrund der sozialen Bedingungen auf der Arabischen Halbinsel. Es wird die historische Expansion des Islam vom Kalifat bis zur Ära der Umayyaden analysiert. Zudem thematisiert die Folge die Entstehung des modernen Islamismus als Reaktion auf den Niedergang des Osmanischen Reiches und den westlichen Kolonialismus. Dabei werden auch die historischen Anknüpfungspunkte wie die Kreuzzüge sowie die religiöse Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten untersucht.

18 sep. 2026
582-

Erlebe Eine Stunde History live - Die Gründung der Zentrumspartei

16 sep. 2026
581-

533 - Kaiser Justinian und die Vereinheitlichung des Römischen Rechts

Diese Folge von 'Eine Stunde History' befasst sich mit dem Corpus Iuris Civilis, einer monumentalen Gesetzessammlung aus dem 6. Jahrhundert unter Kaiser Justinian. Die Sammlung systematisiert antike römische Gesetze und bildet bis heute eine fundamentale Grundlage des europäischen Rechtswesens. Darüber hinaus wird die Wiederentdeckung der Digesten sowie die Entstehung der Glossatoren-Schule in Bologna beleuchtet. Es wird erläutert, wie das römische Recht durch mittelalterliche Gelehrte wiederbelebt wurde und wie antike Prinzipien über die Pandektenwissenschaft bis hin zum modernen BGB nachwirken.

11 sep. 2026
580-

4. bis 6. Jahrhundert - Die sogenannte Völkerwanderung

Dieser Podcast hinterfragt den historischen Begriff der 'Völkerwanderung' und stellt fest, dass es sich eher um unstrukturierte Migrationsbewegungen von Heeresverbänden als um geplante Wanderungen homogener Völker handelte. Dabei werden die Bewegungen der Vandalen sowie die Rolle der Hunnen am Ende der Antike thematisiert, wobei betont wird, dass viele historische Darstellungen auf römischen Stereotypen basieren. Die Experten diskutieren zudem die Transformation Europas durch Prozesse der Akkulturation zwischen germanischen Verbänden und dem Römischen Reich. Dabei wird die 'Henne-Ei-Frage' erörtert, ob der Zerfall des Römischen Reiches die Bewegungen erst ermöglichte oder umgekehrt, sowie die langfristige Bedeutung römischer Rechtsstrukturen für die Entstehung neuer politischer Identitäten.

04 sep. 2026